Grasfrosch (Rana temporaria)

Grasfrösche bevorzugen als Laichgewässer meist sonnige Tümpel mit flachen und vegetationsreichen Stellen. Auch Pfützen und langsam fließende Bäche in allen Höhenlagen werden genutzt. Erwachsene Tiere leben nachtaktiv in feuchten Wäldern und Wiesen. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Würmern, Schnecken, Spinnen, Insekten und Asseln. Der Grasfrosch ist der häufigste Lurch in Vorarlberg. Die Liste der Feinde ist lang: Vögel, Ringelnatter, Forelle, Fuchs, Dachs, Iltis und Wanderratte stellen den Fröschen nach. Vor allem die intensive Landwirtschaft und der Straßenverkehr sind Gefahrenquellen für die Frösche.

Wie verabredet finden sich fast alle Tiere zur gleichen Zeit ab Mitte Februar an ihrem Laichgewässer ein. Nicht einmal Eis und Schnee können die Tiere auf ihrer Wanderung aufhalten. Das Laichen geht relativ leise vonstatten: Da den Grasfröschen äußere Schallblasen fehlen, lassen sie nur ein dumpfes „Knurren“ vernehmen. Jedes Weibchen legt bis zu 4.500 Eier, aus denen braun-schwarze, mit metallischen Punkten gesprenkelte Kaulquappen schlüpfen.