Blindschleiche (Anguis fragilis)

Blindschleichen kommen besonders häufig in lichten Wäldern vor. Aber auch Feldgehölze, Hecken, Straßenränder, Wiesen, extensive Weiden, Hochstaudenfluren, Gärten, Parks und Friedhöfe werden besiedelt. Einen großen Teil ihres Lebens verbringt die Blindschleiche versteckt in Bodengängen, unter Brettern, Steinen, Laub und Komposthaufen. Sie ist tag- und dämmerungsaktiv. Am ehesten lässt sie sich in den Morgen- und Abendstunden beim Sonnenbaden beobachten. Trotz ihres schlangenförmigen Aussehens ist die Blindschleiche mit den Eidechsen verwandt. Regenwürmer und Nacktschnecken bilden die Hauptnahrung. Während der Paarungszeit tragen die Männchen häufig Kämpfe aus, bei denen sie sich gegenseitig in die Flanken zu beißen versuchen. Die Weibchen bringen zwischen sechs und zwölf Junge zur Welt, die von Geburt an selbstständig sind.

Bei Gefahr kann die Blindschleiche, um den Angreifer abzulenken, die Schwanzspitze abwerfen. Im Gegensatz zu Eidechsen wächst das Schwanzende allerdings nicht mehr nach.