Bergeidechse (Zootoca vivipara)

In Vorarlberg hat die Bergeidechse ihren Verbreitungsschwerpunkt im Berggebiet, wo sie auf bis zu 2300 m Meereshöhe vorkommt. Die tagaktive Bergeidechse ist die einzige Eidechsenart, die auch im geschlossenen Wald lebt. Häufiger besiedelt sie jedoch Moore, Feuchtwiesen, Heiden, Alm- und Bergwiesen. Dort lauert sie Spinnen, Fliegen, Heupferdchen und Bodeninsekten auf. Die Bergeidechse liebt die Feuchtigkeit und ist standorttreu. Bei Gefahr flüchtet sie sogar ins Wasser.

Während andere Arten auf sonnige und warme Brutplätze für ihre Eier angewiesen sind, kann die Bergeidechse ihre Jungen lebend zur Welt bringen. Trächtige Weibchen suchen gezielt Sonnenplätze und gebären nach etwa drei Monaten drei bis zehn fertig entwickelte Jungtiere. In wärmeren Gebieten wurden auch eierlegende Formen entdeckt. Wie alle Eidechsen kann auch die Bergeidechse bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen. Das kräftig zappelnde Schwanzende lenkt den Angreifer meist erfolgreich ab. Zu den Feinden zählen Schlangen, Kleinsäuger und Rabenvögel.