Walderdbeere (Fragaria vesca)

Eine köstliche Beere, die gar keine Beere ist
Seit der Römerzeit wird die Walderdbeere bei uns kultiviert, im Mittelalter wurde sie vielerorts angebaut. Ihr Geschmack ist weit intensiver als jener der Gartenerdbeere. Sie kommt bevorzugt an Waldrändern sowie auf Weiden und an Wegrändern vor. Erdbeeren werden nur umgangssprachlich als Beeren bezeichnet, es handelt sich eigentlich um Sammelnussfrüchte. Entlang der Blütenachse bilden sich die nusstragenden Fruchtblättchen aus. Die Achse wird gleichzeitig verdickt und bildet die fleischige „Beere“ aus, die mit vielen Nüsschen gespickt ist. Zur Zeit der Reife wird die grüne Fruchtachse intensiv rot eingefärbt. Die reifen Erdbeeren locken Säugetiere, Vögel und Insekten an. Den Tieren schmeckt’s und die Pflanze sichert sich ihre Verbreitung über den Kot der Tiere. Die hartschaligen Nüsschen werden unbeschadet ausgeschieden.

Für Marmeladen sind die Walderdbeeren allerdings nur bedingt geeignet, die vielen Nüsschen führen beim Abkochen zu einem leicht bitteren Geschmack.