Fichte (Picea abies)

NADELN: dunkelgrün und sehr spitz, steif und stechend, sie sitzen einzeln am Zweig, häufig säbelförmig gekrümmt, und wachsen auf abstehenden Nadelhöckern; die Nadeln drehen sich um den Zweig und sehen wie eine Flaschenbürste aus
BLÜTEN: die männlichen und weiblichen Blüten kommen auf einer Pflanze im oberen Wipfelbereich vor, die männlichen Blüten sind rotgelbe Kätzchen, die aufrecht auf den Zweigen sitzen – die weiblichen Blüten sind purpurrote Zapfen, die nach der Befruchtung abwärts neigen
FRÜCHTE: braune, zylindrische Zapfen, sie hängen nach unten und fallen nach der Samenreife in einem Stück ab
STAMM: kupferbraun bis rötlich, löst sich in Schuppen oder kleinen rundlichen Platten ab
GRÖSSE: ca. 50 m hoch mit kegelförmiger Krone; Ø 2 m
ALTER: bis zu 600 Jahre

Aus jungen Fichtentrieben kann im Frühjahr der sogenannte „Tannenwipfel-Honig“ hergestellt werden, der sehr gut gegen Husten wirkt. Eine 10 m hohe Fichte hat ungefähr 2 Millionen Nadeln, eine 40 m hohe Fichte ungefähr 15 Millionen. Interessant ist, dass sie nicht viermal mehr Nadeln als die 10 m hohen Fichten hat, sondern fast achtmal mehr. Grund dafür ist, dass Bäume nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Breite wachsen. Im Gegensatz zur Tanne wirft die Fichte ihre Zapfen ab. Wir finden also NIE Tannenzapfen, sondern eigentlich nur Fichtenzapfen. Außerdem unterscheiden sich Tanne und Fichte durch ihre Nadeln, denn „die Fichte sticht, die Tanne nicht“.