Echtes Mädesüß (Filipendula ulmaria)

Das Echte Mädesüß siedelt sich gerne an feuchten Wiesen, Wassergräben und Teichrändern an. Ab Mai entwickeln sich rötliche Stängel, die eine Höhe bis zu 1 m erreichen. Die Blätter sind wechselständig. Jedes Blatt hat einen rötlichen Stiel und ist unpaarig gefiedert. Der Blütenstand besteht aus vielen kleinen, weißen Einzelblüten. Er wirkt „bauschig“ und erinnert an Watte. Der Geruch der Blüten ist intensiv und süß. Die ausgereiften Samen sehen aus, als seien sie spiralig gedreht. Für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten ist das Mädesüß eine wichtige Nektarquelle.

Der deutsche Name leitet sich nicht wie fälschlicherweise oft vermutet von einem „süßen Mädchen“ ab. Die Pflanze wurde früher als Würze für Getränke verwendet und machte unter anderem den „Mete süß“. Sie hatte aufgrund des Gehalts an Salicylsäure, eines chemischen Vorläufers der als „Aspirin“ bekannten Acetylsalicylsäure, nicht nur gesundheitlich und geschmacklich wertvolle Eigenschaften, sondern machte vergorene Getränke auch länger haltbar.